Wege zum schöpfungsfreundlichen Handeln, Teil II

Nachdem Anfang 2007 für unser Gemeindehaus und die Friedenskirche die Holzpelletsheizung in Betrieb genommen werde konnte, die uns bei den derzeit hohen Heizölpreisen kräftig beim Sparen hilft, wurde Anfang November auf der friedhofseitigen Dachfläche unserer Friedenskirche eine Sonnenstromanlage (Photovoltaikanlage) installiert.Mit dieser Investition in die Zukunft will unsere Kirchengemeinde einen weiteren Beitrag zur Verringerung des Verbrauchs nicht erneuerbarer Energien leisten. Eine Sonnenstromanlage wandelt die nach menschlichem Ermessen unbegrenzt verfügbare Sonnenenergie in elektrische Energie (Strom) um und hilft somit, fossile Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas einzusparen.

Die auf unserem Kirchendach errichtete Anlage besteht aus 108 Stück Sonnenpaneelen mit je 175 Wp (WattPeak) Leistung, ausmachend also insgesamt 18,9 kWp. Dieser Wert (Peakleistung = Spitzenleistung) beschreibt die optimale Leistung der Solarmodule unter genormten Testbedingungen. Als Standardbedingung wird eine optimale Sonneneinstrahlung von 1000 Watt pro Quadratmeter angesetzt, die in Deutschland in den Mittagsstunden eines schönen Sommertages erreicht wird. Bei bewölktem Himmel ist die Leistung der Solaranlage entsprechend geringer so dass im Schnitt mit einer 1 kWp-Sonnenstromanlage etwa 700 bis 900 kWh Strom pro Jahr erzeugt werden können. Rechnet man das auf unsere Anlage um, so kann hier ein jährlicher Stromertrag von ca. 16.000 kWh erzielt werden, was einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4 Haushalten mit je 4 Personen entspricht. Anschaulich wird dies auf einer Anzeigetafel, die stets die gerade erzeugte elektrische Energie sowie den seit Inbetriebnahme der Anlage erzielten Stromertrag ausweist.

Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und zu einem vom Gesetzgeber festgelegten Preis, der deutlich über dem Endverbraucherpreis liegt, vergütet. Mit diesem Geld kann die Anlage, ohne dass die Gemeinde Eigenkapital einsetzen muss, finanziert werden. Mittelfristig wird es sodann möglich sein, mit dem erwirtschafteten Gewinn aus der Stromerzeugung kirchliche und diakonische Aufgaben finanziell zu stützen.

S. Schaffrath

Evangelische Kirchengemeinde Baesweiler

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Pfarrer Jochen Gürtler

Otto-Hahn-Straße 5
52499 Baesweiler
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