Neue Pelletsheizung

Wege zum schöpfungsfreundlichen Handeln (Kirche muss notwendige ökologische Veränderungen voranbringen!)

Seit dem Frühjahr 2007 werden die Gebäude unserer Gemeinde mit Holzpellets beheizt. Die Gründe, weshalb das Prebyterium bereits 2005 beschloss, vom Energeiträger Heizöl zum Energeiträger Holzpellets zu wechseln, seien hier noch einmal genannt: Ökonomisch (wirtschaftlich, effizient) gedacht: Öl- und Gasheizungen sind wie Tintenstrahldrucker: Preiswert in der Anschaffung - teuer im Betrieb durch teure "Tinte"! Auch die größten Optimisten unter den Freunden von Heizöl und Erdgas kommen nicht umhin zuzugeben, dass die Öl- und Gasreserven begrenzt sind. Ob diese Vorräte nun noch 40, 50 oder mehr Jahre reichen werden ist eher nebensächlich. Die Fördermengen der Welt werden in jedem Fall sinken und der weltweite Energiebedarf wird nicht zuletzt wegen des Energiehungers der wirtschaftlich aufstrebenden, bevölkerungsreichen Länder wie Indien und China drastisch steigen. Dies wird zu erheblichen Preissteigerungen bei diesen Energieträgern führen, so dass wir uns schon in wenigen Jahren Erdöl und Erdgas zum Heizen nicht mehr werden leisten können. Darüber können auch die derzeitigen extremen Schwankungen bei den Preisen für Heizöl und Erdgas nicht hinwegtäuschen.

Ob dieser Gewissheit hat das Presbyterium beschlossen, die sanierungsbedürftigen Ölheizungen der Kirche und des Gemeindehauses durch eine vollautomatische Holzpelletsheizung zu ersetzen.

Weitere Argumente für diese Entscheidung waren:

  • Der Preis von Pellets entwickelt sich weitgehend unabhängig von Gas- und Ölpreisen
  • Holz ist ein einheimischer Energieträger und verringert so die Auslandsabhängigkeit.
  • Holz sichert Arbeitsplätze. Von einem Euro bleiben 100% in unserer unmittelbaren Umgebung. Bei den anderen Energieträgern gehen oft mehr als 50 % ins Ausland.
  • Holz ist krisensicher.

Was sind Holzpellets?
Holzpellets sind zylindrische Röllchen aus gepressten Holzspänen und Sägemehl. Unbehandeltes und trockenes Restholz aus Sägewerken und der Holz verarbeitenden Industrie wird ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln (Klebern) unter hohem Druck zu Presslingen geformt. Die Pellets sind zwischen 10 bis 30 Millimeter lang und haben einen Durchmesser von 6-8 mm. Ihr Heizwert beträgt etwa 4,9 Kilowattstunden pro Kilogramm, was ungefähr dem Heizwert eines halben Liters Heizöl entspricht.

Ökologisch (umweltverträglich) gedacht:

Mit Holz heizen heißt, das Klima schützen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und somit im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen Heizöl, Erdgas und Kohle regenerativ (erneuerbar, nachwachsend). Eine ausreichende Versorgung mit Holz in Zukunft gilt als gesichert, denn das Potential dieses Rohstoffes wird nur zu einem kleinen Teil genutzt.

Holzpellets sind CO2-neutral.
Von CO2-neutralen Brennstoffen spricht man, wenn die Menge an CO2, die bei der Verbrennung eines Brennstoffes freigesetzt wird, im nachwachsenden Brennstoff wieder eingebunden wird. Das Kohlenstoffdioxyd, das bei der Verbrennung von Pellets in die Atmosphäre gelangt, wurde vorher vom wachsenden Holz der Luft entzogen. Würde man dieses Holz, anstatt es zu verbrennen, im Wald verrotten lassen, würde auch hierbei durch den Fäulnisprozess das Kohlenstoffdioxyd wieder freigesetzt. Heizen mit Holzpellets hat also keinen Einfluss auf den Treibhauseffekt! Heizen mit Holzpellets ist Heizen im Kreislauf der Natur!

Die verschiedenen Energieträger haben unterschiedlichste CO2-Ausstoßraten. Während Holzpellets mit 62 g/kWh extrem gut abschneiden, liegt dieser Wert für Heizöl bereits bei 352 g/kWh, für Erdgas bei 361 g/kWh und steigt bei Stromdirektheizungen auf 693 g/kWh an.

Dieses Diagramm zeigt deutlich, dass die Pelletsheizung allen anderen Heizsystemen bezüglich des Schadstoffausstoßes weit überlegen ist.

S. Schaffrath

Evangelische Kirchengemeinde Baesweiler

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Pfarrer Jochen Gürtler

Otto-Hahn-Straße 5
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Tel.: 02401 / 602106
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