Die Friedhofsglocke ist fertig

Seit dem 8. November 2009 hat Baesweiler ein Geläut mehr: die Friedhofsglocke. In einer feierlichen Zeremonie weihten die Pfarrer Burkhard Kroh (St. Petrus) und Jochen Gürtler (Friedenskirche) den Turm ein und übergaben ihn anschließend der Stadt Baesweiler, die durch den stellvertretenden Bürgermeister Herbert Geller vertreten war.

Über fünf Jahre haben die beiden Kirchengemeinden auf diesen Moment hingearbeitet. Mit drei ökumenischen Gemeindefesten und durch Spenden wurde Geld dafür erwirtschaftet. Zurück geht die Idee auf den Ökumenekreis beider Kirchen, der nach der Errichtung des Wegekreuzes am Siegenkamp ein zweites sichtbares Zeichen der Verbundenheit beider Konfessionen setzen wollte.

Der Glockenturm, der von dem Architekten Siegfried Schaffrath entworfen wurde, ist sieben Meter hoch. Er trägt eine 80 Kilogramm schwere Bronzeglocke der Glockengießerei Petit & Gebrüder Edelbrock aus Gescher mit dem Schlagton g''+/-0. Der Ton ist auf die Glocken von St. Petrus und der Friedenskirche abgestimmt, so dass alle drei Geläute miteinander harmonieren. Wer genau hinsieht wird beim Läuten der Glocke feststellen, dass der Turm ein wenig schwankt. Diese Schwankungen sind bei der Planung berücksichtigt worden und werden durch das massive Betonfundament aufgefangen.

Geläutet wird die Glocke bei Beerdigungen, wenn der Sarg oder die Urne zum Grab geleitet wird. Ihr Schlagen ist, wie fast jedes Schlagen der Kirchenglocken, wenn sie nicht zum Gottesdienst läuten, ein Zeichen zum Beten. Nach einer alten Tradition wurden auf dem Weg zum Grab Psalmen oder Choraltexte gesprochen. In katholischen Gebieten gab es auch den Brauch des Rosenkranzbetens während des Gehens. Diese Bräuche sind allerdings meist in Vergessenheit geraten.

Das Läuten der Friedhofsglocke kann für uns heute ein Zeichen sein, dem Verstorbenen und den trauernden Angehörigen auf ihrem oft als schwer erlebten "letzten Weg" unser Mitgefühl und unsere (innere) Anteilnahme zu schenken. Dies kann durch ein stilles Gebet für den Verstorbenen und die Angehörigen oder durch unsere gesammelte Aufmerksamkeit, die wir in Liebe der verstorbenen Person und den Trauernden entgegenbringen, geschehen.

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